Die 8 wesentlichen Asset Klassen (in was kann man investieren?)
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Die 8 wesentlichen Asset Klassen (in was kann man investieren?)

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Die 8 wesentlichen Asset Klassen (in was kann man investieren?)

Hast du dich auch schon mal gefragt in was man eigentlich alles investieren kann? Was das klügste und ertragreichste sei? In diesem Beitrag stelle ich dir alle wesentlichen Asset Klassen (Vermögenswerte) vor. Dies verschafft dir einen groben Überblick in was man eigentlich alles investieren kann.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und auch sehr zahlreich. Allerdings kann man alle Assets in verschiedene Klassen aufteilen um sich so einen überschaubaren Überblick zu verschaffen.

Alle wesentlichen Asset Klassen:

Haupt Asset Klassen Beispiele für Sub Asset Klassen Bemerkung
Cash, risikofreie Anlagen Bargeld, verzinsliche Guthabenkonten, Sparguthaben, Festgeldanlagen, Tagesgeld, Geldmarkfondsanteile, Staatsanleihen bis 18 Monate Cash ist die Anlageklasse mit dem niedrigsten Risiko und der geringsten Rendite. Cash-Anlagen in der Form von Bankeinlagen sollten nur bis zur Grenze der gesetzlichen Einlagenversicherung bei einer einzelnen Bank vorgenommen werden und nur in Staatsanleihen der höchsten Bonitätsstufen AAA bis AA
Aktien Standardwerteaktien. Nebenwerteaktien, Growth-Aktien, Value-Aktien, Technologieaktien, Rohstoffaktien, deutsche aktien, japanische Aktien, Schwellenländeraktien Die genannten Beispiele umfassen nur einen kleinen Teil der wesentlichen Klassen von Aktien. Die Aufteilung in Asset Klassen basiert zum Teil auf Risikofaktoren d.h. von der Wissenschaft identifizierte, allgemein anerkannte Treiber, die universell anerkannt für Risiko und damit für Rendite verantwortlich sind. Ein Beispiel ist der Size-Faktor, also die Unternehmensgrösse (kleine, mittlere und grosse Unternehmen), denn kleine Unternehmen sind risikoreicher und damit langfristig ertragreicher als grosse Unternehmen.
Anleihen (Renten) Staatsanleihen, Pfandbriefe und andere Bankanleihen, Unternehmensanleihen solider Bonität, Hochzinsanleihen (Junk Bonds) Schwellenländeranleihen, Wandelanleihen, Asset Backe Securitas (ABS-Anleihen), inflationsgesicherte Anleihen usw. Die genannten Beispiele umfassen nur einen kleinen Teil der wesentlichen Typen von Anleihen. Weitere wichtige Unterscheidungsmerkmale sind: Land des Emittenten (Schuldners), Kreditwürdigkeit des Emittenten, Währung, Laufzeit, Bescherung usw. Allgemein sind die wichtigsten Risikotreiber (und damit Einflussfaktoren auf die Rendite) bei Anleihen ihre Laufzeit und das Bonitätsrisiko des Emittenten.
Immobilien Direktanlagen und Immobilienaktieninvestments in Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien Auch hier kann man weiter unterscheiden, z.b nach Standorten im Inland und Ausland, nach Büro-/Industrieimmobilien usw. Offene Immobilienfonds sind keine empfehlenswerte Abbildung dieser Asset Klasse. Eigenheime sind keine Assets, da sie dir Geld aus der Tasche ziehen und somit Verbindlichkeiten darstellen.
Rohstoffe und Rohstoff-Termingeschäfte Öl, Erdgas, Kohle, Edelmetalle,, Basismetalle, Mineralstoffe, Holz, Baummwolle, Agrargüter etc. Direkte Investments in diese Anlageklasse sind insbesondere für Privatanleger relativ schwer (Ausnahme Edelmetalle), wenn nicht gar unmöglich, was letztlich mit dem Problem der Kosten der Lagerhaltung zusammenhängt. Investments in Rohstoffe geschehen am besten über ETF’s in Rohstoff-Futures. Rohstoff-Aktien sind weniger zu empfehlen.
Optionen (Derivate) Call Optionen, Put-Optionen (Optionsscheine), Contracts for Differences (CFDs) Zwar basieren Optionen als spezielle Form von Derivaten auf einem zugrunde liegenden Asset (z.b einer Aktie), sie sind aber aufgrund ihrer spezifischen Risiko-Rendite-Charakteristika als eigenständige Haupt-Asset-Klasse zu sehen. Aus einer Reihe von Gründen (insbesondere Risiko und Komplexität) sind Optionen kein für normale Privatanleger geeignetes Investmentprodukt.
Kunstgegenstände, Antiquitäten, Old-Timer-Autos, Sammlerweine, andere Sammlerobjekte Ihr wesentliches Problem aus Investorensicht besteht in der Unklarheit hinsichtlich Ihrer tatsächlichen Langfristrendite und Renditeschwankungen. Zusätzlich werfen sie keine Rendite ab. Ferner sind solche Investments normalerweise sehr illiquide und verursachen beträchtliche Lager-, Verwaltungs- und Versicherungskosten. Somit wäre sie eine Verbindlichkeit und erst beim gewinnbringenden Verkauf ein Asset.
Du selbst Dein vermutlich grösser Vermögenswert bist du selbst. Denn du bist es der die ganzen anderen Assets erschafft. Somit ist auch die beste Investition die in dich selbst und deine Bildung. Angewandtes Wissen ist Macht. Unter Finanzielle Bildung findest du viele empfehlenswerte Bücher zum Thema.

 

Kommentare von André Kostolany zu verschiedenen  Asset Klassen:

 

 

Rohstoffe: Die Rohstoffspekulation ist nur etwas für erfahrene Spekulanten, die das Risiko kennen und Verluste verkraften können . Rohstoffe sind vor allem für die wenigen geeignet. die aus professionellen Gründen damit zu tun haben, da sie diese später für ihre eigenen Vertriebe verwenden können. Ein Müller legt etwa einen Teil seines Vermögens in Getreide an, ein Schokoladefabrikant kauft Kakao oder Zucker, ein Goldschmied deckt sich mit Gold und Silber ein und so fort. Ich würde keine privaten Spekulanten empfehlen sein Glück ausschliesslich an den Rohstoffbörsen zu suchen. Manchmal aber kann es die eine oder andere Konstellation geben die zu einer Spekulation einlädt.


Sachwerte: Sachwerte werfen keine Rendite ab. Deshalb eignen sie sich als Anlagewerte nicht, es sei denn, man befindet sich in einer Hyperinflation. Das Gleiche gilt auch für die Anlage in Rohstoffe. Man muss die grosse Aufwärtsbewegung erkennen, rechtzeitig einsteigen, davon profitieren und anschliessend wieder aussteigen. Nur so kann man mit Sachwerten Geld machen


Immobilien: Wer mit Immobilien spekulieren will muss schon eine grössere Summe mitbringen und ausserdem eine gute Bonität haben, da Immobilienkäufe in der Regel zu einem Teil fremdfinanziert werden. Wer mit Immobilienspekulation richtig Geld machen will muss voraussehen in welcher Stadt, Region oder welchem Land der Immobilienmarkt vor einem grossen Aufschwung steht. Nur so kann er überdurchschnittliche Gewinne erzielen.


Aktien: Immer wieder kann man unterbewertete Gesellschaften finden. Der Milliardär Warren Buffet hat damit sein Vermögen gemacht. Oder man findet unterbewertete und spekuliert auf ihren Niedergang. Der Vorteil der Aktie gegenüber allen anderen zuvor beschriebenen Aufwärtsentwicklung liegt in ihrer langfristigen Aufwärtsentwicklung. Der Spekulant der sein Vermögen ein wenig streut und auch grosse solide Gesellschaften kauft hat mit der Aktie die besten Chancen.

 

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